Entscheidungshilfen

In den bisherigen Ausführungen wurde herausgearbeitet, dass Appliances Lösungen für bestimmte Zwecke sein sollen. Offenbar wird es auch in Zukunft komplexe Anwendungsszenarien mit komplexen semantischen Datenzuordnungen und umfangreicher Integrationslogik geben, die nicht ausschließlich durch eine Appliance gelöst werden können.

An dieser Stelle finden Sie Entscheidungshilfen für die Frage "Wann wähle ich eine Appliance und wann nicht?"

Abbildung: Entscheidungs-Checkliste

Die Entscheidungs-Checkliste aus Abbildung zeigt, dass keine Appliances eingesetzt werden sollten, wenn keine Änderungen im Datenstrom erfolgen und/oder die Ablauflogik nicht hinreichend ausgereift/stabil ist.

Beispiel: Eine Firma führt für einen einzelnen Geschäftsbereich eine geringe Anzahl von Formattransformationen durch Appliances sind hier aus Kostengründen nicht angemessen.

Falls Echtzeit-Transformationen im Datenstrom erfolgen und die Ablauflogik stabil ist, bleiben Appliances oft die einzige Wahl. Beispiel: Eine Firma führt konzernweit ein hohes Volumen an Formattransformationen bei höchsten Performanzanforderungen durch Appliances sind hier vermutlich die einzige Option.

Falls eine Wahlmöglichkeit besteht, empfiehlt es sich, die Alternativen zu betrachten: Änderungen im Datenstrom, stabile Ablauflogik, jedoch keine Echtzeit-Anforderungen. In diesem Fall lohnt es, den Einsatz einer Appliance mit anderen Lösungsalternativen zu vergleichen, indem Einmalkosten und laufende Kosten geprüft werden.

Einmalkosten umfassen

  • Erwerb der Infrastruktur (HW/SW/Netz)
  • Erstinstallation, Konfiguration, Training und Inbetriebnahme
  • Entwicklungs- und Projektkosten

Laufende Kosten beinhalten

  • Wartungskosten (HW/SW/Netz)
  • IT- und Anwendungsadministration
  • Aufwände für Änderungen und Pflege
  • andere laufende Kosten, z. B. Reviews

Wie in der folgenden Abbildung schematisch dargestellt, bieten Appliances typischerweise Vorteile bei Einmalkosten und laufenden Kosten durch

  • geringeren Entwicklungsaufwand pro XML-Schnittstelle
  • höhere Anzahl von Schnittstellen pro Administrator
  • erhöhte Wiederverwendung
  • geringeren Aufwand für Änderungen und Pflege
  • geringere Einmalaufwände (Training, Erstinstallation, Anpassungen)
  • geringere Infrastruktur- und CPU-Kosten

Abbildung: Schematisierte Kostenstruktur für verschiedene Lösungsalternativen

Man kann sich bei dieser neutralisierten Abbildung einen Anwendungsfall vorstellen, in dem der linke Balken die Kosten bei Wahl einer SOA Appliance darstellt und der rechte Balken die Kosten bei reiner Eigenentwicklung. Die mittleren Balken stellen die Kosten für Mischformen dar.

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Autor(en) dieses Artikels

Maik Schacht, BASF IT Services GmbH

Co-Autor(en) dieses Artikels

„Dirk Augustin, Oracle Deutschland B.V. & Co. KG - „„Thomas Mironiuk, InterSystems GmbH - „„Uta Pollmann, blueCarat AG - Friedrich Vollmar, IBM Deutschland GmbH - Bastian de Hesselle, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - „„Ralf Zenses, Oracle Deutschland B.V. & Co. KG - „„Stephan Ziegler, gateprotect AG - Thomas Feld, Software AG - „„Thomas A. Gerneth, Cisco Systems GmbH - Dr. Siegfried Florek, IBM Deutschland GmbH - Axel Grosse, Vordel Ltd.

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